Posted by schnarchenwastun under Schnarchen was tun on January 2 2011, 0 comments

Wenn verschiedene Hausmittel nicht gegen das Schnarchen helfen, ist eine operative Beseitigung ein möglicher Weg, der hohe Erfolge verspricht. Häufig ist ein solcher Eingriff bei lediglich lokaler Betäubung möglich. Für die Operation gegen das Schnarchen gibt es verschiedene Methoden.



Beispielsweise kann ein zu langes Gaumensegel zum Schnarchen und sogar zum Atemstillstand im Schlaf führen. Diese Schlafapnoe kann Herz- und Lungenerkrankungen verursachen. Kommen auch noch Übergewicht oder zu hoher Blutdruck hinzu, ist die Gesundheitsgefährdung enorm. Hier sollte man nicht nur das Übergewicht reduzieren, sondern auch über die Behebung des Schnarchens mittels einer Operation nachdenken.

Um weitere krankhafte Befunde auszuschließen, sollte man sich im Falle von Schnarchproblemen zunächst an einen Lungenfacharzt wenden. Anschließend kann man eine Untersuchung durch einen HNO-Arzt durchführen lassen. Dieser kann dann auch abklären, was die genaue Ursache für das Schnarchen ist und durch welche Operation diese beseitigt werden kann. Hier kommen beispielsweise das Kürzen des Gaumensegels oder des Zäpfchens in Betracht.

Teilweise liegen die Atembehinderungen bereits in der Nase vor. Dann muss dies durch eine Operation der Nasenscheidewand behoben werden. Eine Alternative hierzu stellt die Laserconchotomie dar, mit der die Schwellkörper der Naseninnenwand mithilfe eines Diodenlasers oder CO2 verkleinert werden. Dies ist meist unter lokaler Betäubung möglich, was für den Patienten angenehmer und sicherer ist.

Eine Möglichkeit, das Schnarchen ohne Operation zu reduzieren, stellt die Snoremender-Methode dar. Hier wird durch einen kleinen, weichen Gaumenschild der Unterkiefer etwas nach vorn gedrückt. Dadurch bleiben die Atemwege frei.

Die Radiofrequenz- oder Coblations-Operation am Gaumen wird bei geringen Befunden ambulant durchgeführt, also wenn es sich um reines Schnarchen ohne weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen handelt. Dabei wird ein Plasmastrom induziert, der das Gewebe unter der Schleimhaut zersetzt und so über die Weichteilvernarbung den Gaumen strafft.

Bei ausgeprägterem Schnarchen ist die Laserbehandlung eine häufige Operation. Bei örtlicher Betäubung wird damit überschüssiges Gewebe reduziert.

Ist das Schnarchen besonders stark, wird teilweise eine Mandelentfernung empfohlen. Da dies aber gewisse gesundheitliche Nachteile mit sich bringen kann, sind hier Vor- und Nachteile gut abzuwägen.

Auch eine Zungenbeinverlagerung kann sich bei sehr akuten Fällen mit Sauerstoffmangel oder Atemaussetzern als hilfreich erweisen. Dadurch werden die Luftwege wieder stabilisiert.

Beim Pilarverfahren wird das Flattern des Gaumens beseitigt. Dazu werden am hinteren Gaumen drei Implantate eingesetzt, die stützen und für Stabilität sorgen. Unter den Schleimhäuten wird dazu ein Polyethylen-Korsett fixiert. Somit wird das Segel versteift und in seiner Form gehalten, was weiteres Flattern verhindert. Durch die Körperreaktion auf die Implantate wird der Gaumen zusätzlich versteift. Auch das Pilarverfahren lässt sich bei lokaler Betäubung durchführen.

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