Posted by schnarchenwastun under Schnarchen was tun on February 17 2011, 0 comments

Die richtige Therapie gegen Schnarchen hängt vom Patienten und dessen Krankheitsbild ab. Wer unter der nicht ungefährlichen Schlafapnoe leidet, wird häufig um einen operativen Eingriff nicht herum kommen, während bei leichtem Schnarchen häufig schon Verhaltensänderungen erfolgreich sind.



Bei schwereren Fällen ist oft der Einsatz eines Atemtherapiegeräts hilfreich. Dieses erzeugt mittels einer Maske einen minimalen Überdruck in den Atemwegen. Dadurch wird das Ineinanderfallen der Atemwege und somit auch das Schnarchen verhindert. Außerdem wird in Amerika derzeit im Rahmen einer medizinischen Studie eine neue operative Therapie getestet. Dabei wird die Sauerstoffkonzentration im arteriellen Blut erhöht.

Eine weitere Methode ist die Spritze gegen Schnarchen. Dabei spritzt man ein Medikament in das weiche Gaumengewebe im hinteren Rachenraum. Dadurch vernarbt das Gewebe. Dies festigt und stabilisiert die Gaumensegel. Da dieses nun nicht mehr so stark flattern kann, wird das Schnarchen dadurch in vielen Fällen beseitigt oder zumindest vermindert.

Die Radiofrequenz-Therapie funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Dabei wird das lockere Gaumengewebe ambulant verödet. Über hitzeerzeugende Frequenzen erfolgt anschließend die Stabilisierung des Gaumensegels.

Mit einer Zahnschiene gegen Schnarchen können die Atemwege freigehalten werden. Durch diese von Schlafspezialisten und Zahnärzten entwickelte Kunststoffschiene werden Unterkiefer und Zunge in vorderer Position gehalten, was eine freie Atmung begünstigt und das Schnarchen vermindert.

Im Rahmen der TNI-Luftstrom-Therapie wird die Eigenatmung des Schnarchers unterstützt. Dabei wird über eine so genannte Nasenbrille ein angefeuchteter, warmer Luftstrom in die Nase des Schlafenden geblasen. Diese Therapie ist zwar sehr schonend, führt aber nicht zu einer Heilung, so dass sie dauerhaft eingesetzt werden muss.

Von der Universität in Göttingen wurde eine weitere Therapie gegen Schnarchen entwickelt. Dabei trägt der Schnarcher im Mundvorhof eine weiche Plastikschiene mit einer Druckanzeige. Damit wird die Zunge nach dem Schlucken ein eine spezielle Zungenruheposition gebracht, wodurch die Mundatmung verhindert wird. Diese Therapie sorgt bei 80% der Schnarchenden zu einer Verringerung des Schnarchens.

Zur Therapie gegen Schnarchen zählen auch Nasenpflaster und Nasenklammer. Sie sind in der Apotheke erhältlich und sorgen bei leichtem bis mittlerem Schnarchen oft für Erfolg.

Wer unter der schwereren Form Schlafapnoe leidet, sollte unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und eine gezielte Therapie gegen das Schnarchen veranlassen.

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